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Centre Pompidou-Metz: ein Ort der Überraschungen

Die Kreation des Centre Pompidou-Metz ist eine Geschichte der Begegnungen, der Öffnung zur Welt und gemeinsamer Ambitionen. „Wir haben uns eine Architektur ausgedacht, die die Öffnung, die Vermischung der Kulturen, und das Wohlbefinden innerhalb einer unmittelbaren und sinnlichen Beziehung mit der Umwelt zum Ausdruck bringt", erklären Shigeru Ban und Jean de Gastines, die beiden Architekten des Centre Pompidou-Metz.
Centre Pompidou-Metz

© CA2M, Shigeru Ban Architects Europe avec Jean de Gastines, image Artefactory

Diese Anlage, die einmal mehr den Eintritt der Stadt ins 21. Jahrhundert symbolisiert, ist bezeichnend für eine gezielte Städtebaupolitik. Die moderne Kunst ist nicht nur ein Abbild ihrer Zeit, sondern auch die Gelegenheit, die Zukunft vorzuzeichnen. Dies ist auch der Grund dafür, dass das Centre Pompidou-Metz inmitten des neuen Stadtviertels des Amphitheaters gebaut wird, gemäß dem Wunsch der Stadt Metz, Lebensqualität in Form von städtischer Qualität zu finden.

Ein 77 Meter langer Pfeil. Das Centre Pompidou-Metz ist das Ergebnis eines wechselseitigen Interesses der beiden beteiligten Instanzen: das Centre Pompidou war auf seine eigene Entwicklung bedacht, und die Ortsgemeinschaft Metz Métropole war sich im Klaren darüber, dass ein Städtekonzept ohne Kultur undenkbar ist.

Centre Pompidou-Metz

© CA2M, Shigeru Ban Architects Europe avec Jean de Gastines, image Artefactory

Ziel dieses Baus ist es, den Besucher kurz- und langfristig zu überraschen. Er bietet einen Auszug aus der Kunstgeschichte ab dem Jahre 1905, anhand der 60.000 gesammelten Werke des Centre-Pompidou. Die Werke sind thematisch, chronologisch, monographisch geordnet, und werden regelmäßig getauscht. Das Bauwerk, das sich rund um einen 77 m hohen pfeilartigen Turm erstreckt, bietet eine ganz besonders innovative Dachkonstruktion in Form eines chinesischen Hutes, die Innenräume sind durch die Glasfassaden als Verlängerung des Außenbereichs gedacht. Das Hauptschiff des Metzer Zentrums ist in der Lage, monumentale Werke, wie den „Rideau de Parade" von Picasso, ein Gemälde von 10,5 m mal 16,5 m zu zeigen, das in Beaubourg nicht zu sehen ist.

Das Centre Pompidou-Metz verleiht den Museen des französischen Mosellandes eine neue Dimension, indem es den Besuchern Dauerevents in Form von Ausstellungen basierend auf der bedeutendsten Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst Europas, nämlich jener des Centre Pompidou in Paris bietet.

Centre Pompidou-Metz, mai 2010 © Shigeru Ban Architects Europe et Jean de Gastines Architectes / Metz Métropole / Centre Pompidou-Metz / Photo Roland Halbe

Centre Pompidou-Metz, mai 2010 © Shigeru Ban Architects Europe et Jean de Gastines Architectes / Metz Métropole / Centre Pompidou-Metz / Photo Roland Halbe

Eröffnungsausstellung „Meisterwerke?"
Mai 2010 bis August 2011

Die Ausstellung „Meisterwerke?" nimmt mit fast achthundert Werken die gesamte Ausstellungsfläche des Centre Pompidou-Metz ein, d.h. über 5 000 m². Sie besteht aus vier Folgen, die über die vier hauptsächlichen Ausstellungsräume verteilt sind.

Der erste Teil der Ausstellung unter dem Titel „Meisterwerke in der Geschichte" ist im Hauptschiff zu sehen. Sie besteht aus einem chronologischen Weg durch 17 Säle, auf dem die Entwicklung des Begriffs Meisterwerk im Lauf der Jahrhunderte aufgezeigt wird.

Der zweite Teil der Ausstellung unter dem Titel „Geschichten von Meisterwerken" wird in der Galerie 1 gezeigt. Was ist denn ein Meisterwerk, wenn nicht das Produkt aus konvergierenden Geschichten? Geschichten von einem Künstler, einem Schaffensprozess, einem Werk und seinem Schicksal in der Kritik.

Die Ausstellung wird in der Galerie 2 mit dem Thema „Träume von Meisterwerken" fortgesetzt, der Idee eines „geträumten Museums", die das Behältnis - die Museen - und die Inhalte - die Werke - nebeneinander stellt.

Dieser dritte Teil der Ausstellung zeigt in seiner strengen Inszenierung die Qualität der Ausstellungsräume, die von Shigeru Ban und Jean de Gastines gestaltet wurden.

Der in der Galerie 3 gezeigte letzte Teil der Ausstellung, „Meisterwerke bis ins Unendliche" fragt nach dem Fortbestand des Begriffs Meisterwerk im Lauf des 20. Jahrhunderts, im Zeitalter der Reproduktionsmöglichkeit der Bilder.

Die Eröffnungsausstellung „Meisterwerke?" wird 6 Monate lang in ihrer ursprünglichen Form gezeigt. Dann werden die verschiedenen Räume nach und nach geschlossen, um Platz für das neue Ausstellungsprogramm des Centre Pompidou-Metz zu machen.

  Centre Pompidou-Metz

Einheitspreis: 7€
Eintritt frei für Personen unter 26 Jahren

Täglich geöffnet von 11Uhr-18Uhr (am Sonnabend und Sonntag ab 10Uhr geöffnet / Freitag und Sonnabend bis 20Uhr geöffnet) - dienstags geschlossen.

Auskünfte: Centre Pompidou-Metz - 1 parvis des Droits de l'Homme - 57000 METZ
Tel.: 00 33 (0)3 87 15 39 39
E-mail: contact@centrepompidou-metz.fr - Website: www.centrepompidou-metz.fr

 

Sonstige Ausstellungsorte für moderne und zeitgenössische Kunst

■ Crid'Art in Metz
Dieses Kulturzentrum für zeitgenössische Kunst ist im Stadtviertel Amphithéâtre, in der Nähe des künftigen Centre Pompidou angesiedelt, widmet sich der Malerei und der Bildhauerei, und bietet zeitgenössischen regionalen, nationalen und internationalen Künstlern einen einzigartigen Platz, um sich auszudrücken, und auch der Name ist auch kein Zufall. Die großzügigen Räumlichkeiten des Crid'Art wurden bereits von Paul Flickinger, Amilcar Zannoni, Claude Weisbuch, Mikio Watanabe oder Arthur Unger genutzt, und die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Das Zentrum ist von Dienstag bis Samstag von 13.30 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet.

Crid'Art à MetzAuskünfte: CRID'ART - 69 rue Lothaire  - 57000 METZ
Tel: 00 33 (0)3 87 20 08 63
E-mail: cridart@cridart.com - Website: www.cridart.com


■ Zentrum zeitgenössischer Kunst in Delme
Das Zentrum für zeitgenössische Kunst von Delme befindet sich in der ehemaligen Synagoge, die im 19. Jahrhundert errichtet wurde. Es handelt sich um einen besonderen Ort, der mit seinem Perystil, dem Balkon und der Kuppel nichts mit der Sachlichkeit des weißen Quaders zu tun hat. Die harmonischen Proportionen, die Vielzahl der Aussichtspunkte und die besondere Qualität seines Lichtes sind drei der Besonderheiten dieses Ortes, in dem Künstler, wie Daniel Buren zu sehen sind, die bereits ganz besondere Kunstwerke geschaffen haben.

Geöffnet von Mittwoch bis Samstag von 14h bis 18h und sonntags von 11h bis 18h.
Eintritt frei.

Centre d'art contemporain la synagogue de DelmeAuskünfte: Centre d'art contemporain la synagogue de Delme - 33 rue Raymond Poincaré - 57590 DELME
Tel.: 00 33 (0)3 87 01 35 61 - Fax: 00 33 (0)3 87 01 43 14
E-mail: cac.delme@wanadoo.fr - Website: www.cac-synagoguedelme.org  

 
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